Feuerwehr Büdingen

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Der Wetteraukreis schafft neue Chemikalienschutzanzüge an

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Vor Kurzem wurde die Feuerwehr Büdingen von einem Vertreter der Firma ISOTEMP besucht. Mit im Gepäck hatte Patrick Duett, selbst Mitglied einer Feuerwehr hier im Wetteraukreis, die neuen Chemikalienschutzanzüge (kurz: CSA) des Wetteraukreises. In Verbindung mit dem bei der Feuerwehr Büdingen stationierten GABC-Zug des Wetteraukreises werden auch hier vier dieser Anzüge eingesetzt werden. Neu dabei ist, dass es sich dabei nicht um Anzüge zur mehrmaligen Verwendung, wie bisher bei der Feuerwehr Büdingen vorgehalten, handelt, sondern um sogenannte "Einmalanzüge".

Wird ein CSA mit Chemikalien beaufschlagt, wird dieser normalerweise einer Fachfirma zugeführt, die die Reinigung der Anzüge übernimmt. Hierbei ergibt sich das Problem, dass bei Chemieunfällen oftmals mehrere Chemikalien zusammenkommen und miteinander reagieren. Dadurch kann nicht mehr garantiert werden, dass das Anzugmaterial die gleiche Beständigkeit wie zuvor hat, sodass die Anzüge ausgesondert werden. Hier spielt der Einmalanzug seine Vorteile aus, denn er ist vom Hersteller so spezifiziert, dass er nach einer einmaligen Beaufschlagung mit Chemikalien entsorgt werden muss. Dadurch kann das Anzugmaterial kostengünstiger hergestellt werden, ohne Abstriche in der Materialbelastbarkeit für die verhältnismäßig geringe Einsatzdauer machen zu müssen. Weitere Kosten werden dadurch gespart, dass der Anzug so verpackt wird, dass er 10 Jahre (maximal zulässige Lagerdauer für einen CSA, nach dieser Zeit muss auch ein Anzug für mehrmaligen Gebrauch ausgesondert werden) gelagert werden kann, ohne geprüft werden zu müssen. Ein regulärer CSA muss einmal jährlich durch ausgebildetes Personal geprüft werden.

IMG 4082Der neue Einmalschutzanzug "ONESuit Pro"

Nach einer ersten Einleitung durch Patrick Duett ging es auf "Tuchfühlung" mit dem Anzug, der bereits seit 1991 an die in Europa stationierten Streitkräfte des US-amerikanischen Militärs ausgeliefert wird und sich dort bewährt hat. Auffallend ist zunächst das deutlich grobere Material des Anzuges, das für viele überraschend dick und mechanisch genauso beständig wie das Material von CSA für den mehrmaligen Gebrauch ist. Das Anlegen des Anzuges unterscheidet sich nicht von den bischer verwendeten. Ein gasdichter Reißverschluss verschließt den Anzug an der Seite komplett. Der Anzug ist sehr leicht und bietet eine sehr große Bewegungfreiheit und Übersicht, insgesamt ist der Tragekomfort deutlich höher als bei den bisher verwendeten Anzügen.

IMG 4109Angezogen wird der gasdichte Anzug über einen Reißverschluss an der Seite

Ersetzen soll der Anzug die für den Katastrophenschutz bisher vorgehaltenen Overgarnments, sodass zukünftig bei der Feuerwehr Büdingen sowohl CSA für den einmaligen, als auch für den mehrmaligen Gebrauch zum Einsatz kommen. Dies liegt daran, dass die Stadt Büdingen unabhängig von den für den Katastrophenfall bereitstehenden Anzügen des GABC-Zuges auch eigene Anzüge angeschafft hat. Durch das Gefahrenpotential in diversen Betrieben (bspw. Säure bei Batterieherstellern, Chlorgas im Schwimmbad) und Gefahrguttransporte auf der Straße ist es sinnvoll, zusätzlich weitere Anzüge vorzuhalten, um schlagkräftiger zu sein und im Zweifelsfall auf Anzüge aus unterschiedlichen Materialn zurückgreifen zu können. Zwar werden alle Anzüge mit 15 Prüfchemikalien beaufschlagt und müssen diesen widerstehen, um eine Zulassung zu bekommen, trotzdem gibt es Unterschiede in den Beständigkeiten bei den einzelnen Anzugtypen. Um den größtmöglichen Schutz für die Einsatzkräfte zu gewährleisten ist es deshalb sinnvoll, unterschiedliche Anzüge einsetzen zu können.

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